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ProSiebenSat.1 Media kaufenswert


30.12.2008
neue märkte Supertrade

Weiding (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "neue märkte Supertrade" halten die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172 / WKN 777117) weiterhin für kaufenswert.

Die am MDAX notierte Mediengesellschaft ProSiebenSat.1 Media sei mit 26 Free-TV Sendern einer der führenden Medienkonzerne in Europa. Werbefinanziertes Free-TV sei das Kerngeschäft der Gruppe. Mit den Sendermarken Sat.1, ProSieben, kabel eins und N24 sei der Konzern das größte kommerzielle Free-TV-Unternehmen in Deutschland. Starke Marktpositionen im Free-TV habe die Gruppe auch in anderen Ländern, beispielsweise in den Niederlanden mit Veronica, Net 5 und SBS 6, in Ungarn mit TV2 sowie in Schweden mit Kanal 5 und Kanal 9. Daneben betreibe die Gruppe über 20 Radionetzwerke in ganz Europa. Deutschlands größtes Video-on-Demand-Portal maxdome sowie innovative Internetangebote wie MyVideo und lokalisten würden zu den Aktivitäten gehören, mit denen die ProSiebenSat.1 Group ihre Erlösquellen zunehmend diversifiziere.

Die Aktie habe in den letzten Tagen eine kräftige Kurserholung hingelegt. Die Investoren scheinen damit bereits auf das nächste Geschäftsjahr zu blicken, denn in 2008 sah es wirklich nicht rosig aus, so die Experten von "neue märkte Supertrade". Der hoch verschuldete TV-Konzern habe das laufende Geschäftsjahr nach massiven Problemen beim Verkauf seiner Werbezeiten weitgehend abgeschrieben. Das Gewinnziel für 2008 habe das Unternehmen nach einem schwachen 3. Quartal ersatzlos gestrichen. Im 3. Quartal sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 668 auf 646 Mio. Euro gefallen. Das EBITDA habe von knapp 125 auf 103 Mio. Euro nachgegeben. Unter dem Strich habe ein Minus von 10,7 Mio. Euro nach einem Verlust von knapp 78 Mio. Euro im Vorjahr gestanden.


Im kommenden Jahr wolle der Sender am Werbemarkt jedoch wieder Boden gutmachen. Mit weiteren Einsparungen und dem Verkauf von Beteiligungen solle der Konzern nun wieder auf Kurs gebracht werden. Der hohe Schuldenberg in Höhe von 3,7 Mrd. Euro wegen der Übernahme der skandinavischen Senderkette SBS im vergangenen Jahr solle abgebaut werden. Dies sei nicht verwunderlich, denn allein die jährlichen Zinszahlungen beziffere Finanzvorstand Axel Salzmann auf 250 bis 260 Mio. Euro pro Jahr. Probleme mache jedoch weiterhin die Eintrübung am Werbemarkt. Wegen der schwachen Konjunktur würden viele Firmen ihre Ausgaben für Werbespots im Fernsehen kürzen. Außerdem habe ProSiebenSat.1 Vermarktungsprobleme. Die Senderkette habe 2007 auf Druck des Kartellamtes ihren Werbeverkauf umstellen müssen.

Trotz der Wirtschaftsflaute und trotz Milliardenschulden dürfte der Mediengigant auf Gesamtjahresbasis weiterhin profitabel arbeiten. Zahlreiche Insider hätten den Kurseinbruch in 2008 zum Kauf der Aktie genutzt. Vorstandsmitglied Patrick Tillieux habe beispielsweise in 2008 insgesamt 150.000 Stück zum Durchschnittspreis von ca. 7,4 Euro je Aktie gekauft. Dass der TV-Konzern die Krise nicht überstehen werde, betrachte man als unwahrscheinlich.

Trotz der jüngsten Kurserholung bleibt die ProSiebenSat.1 Media-Aktie daher kaufenswert, so die Experten von "neue märkte Supertrade". Man rechne mit einer anhaltenden Kursrally. Das kurzfristige Kurspotenzial liege bei 40%. Der MDAX-Wert sei ein "trading buy". (Ausgabe 16 vom 30.12.2008) (30.12.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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